Welche Eigenschaften hat die norwegische Waldkatze?

norwegische WaldkatzeKatzenrassen gibt es so einige auf unseren Kontinenten. Manche Rassen entstanden durch Mutter Natur, andere Rassen wiederum wurden vom Menschen gezüchtet. Die Norwegische Waldkatze gehört zur Kategorie Mutter Natur. Doch gibt es auch spezielle Formen dieser Rasse, welche der Mensch gezüchtet hat. Zum ersten Mal entdeckt wurde die Norwegische Waldkatze in Skandinavien. Doch mittlerweile sind diese Katzen auch in anderen Ländern der Welt zu finden.

Interessant sind natürlich wesentliche Fakten über diese Tiere. So gehört die Norwegische Waldkatze zu jenen Rassen, welche relativ groß sind. Dadurch steigt dann natürlich auch das Gewicht der geliebten Vierbeiner. Die weiblichen Tiere dieser Gattung werden in etwa 3-6 Kilogramm schwer. Die Kater hingegen bringen ein stolzes Gewicht von 5-8 Kilogramm auf die Waage. Dies dient jedoch lediglich als Richtlinie – das Gewicht kann auch etwas abweichen.

der Körperbau

Der Körperbau von der Norwegischen Waldkatze ist auch relativ interessant. Der Körper selbst ist relativ lang gestreckt, dadurch ergibt sich auch die Größe der Katzen dieser Rasse. Auffällig sind hierbei die Hinterbeine. Diese sind im Vergleich zu den Vorderbeinen etwas länger. Aus diesem Grund können Katzen dieser Rasse besonders gut und weit springen. Ein Vorteil, da diese Tiere ursprünglich in der freien Natur lebten und dort diese Fähigkeit besondere Vorteile mit sich brachte. Wenn man die Norwegische Waldkatze etwas genauer betrachtet, dann erkennt man auch das markante Gesicht. Die Gesichtsform ist so relativ selten bei Katzen zu finden. Hier kann man das Gesicht nämlich mit einem Dreieck vergleichen.

Aber neben dem Körper direkt ist auch das Fell sehr interessant. Die Unterwolle ist besonders weich und dicht.

Darüber befinden sich dann aber auch noch lange, fettige Grannenhaare. Dieser Umstand ist so auch nur bei der Norwegischen Waldkatze zu finden. Auch diese Besonderheit beim Fell hat seine Wichtigkeit für das Leben in freier Natur in Skandinavien. Diese Grannenhaare sorgen dafür, dass Nässe einfach vom Fell direkt abperlt. Die Unterwolle bleibt somit trocken und es bleibt genügend Wärme für den Körper vorhanden.

der buschige Schwanz

Neben dem auffälligen Kragen ist auch noch der Schwanz der Norwegischen Waldkatze ein echter Hingucker. So reicht dieser – bei idealen Bedingungen bzw. Maßen der Katze – vom Ende bis hin zu den Schulterblättern. Auch das hat wieder einen besonderen Stellenwert in der Natur. Wenn sich die Norwegische Waldkatze auf den Boden legt, kann sie sich mit ihrem eigenen Schwanz einwickeln. Dadurch bekommt sie noch mehr Wärme geliefert und weniger Energie geht verloren. Gerade im Winter ist dies besonders wichtig für die Vierbeiner. Im Frühjahr hingegen wird es wieder wärmer, da wird auch weniger Wärme benötigt. Aus diesem Grund wird auch etwas von der dichten Unterwolle abgestoßen. In diesem Fall haaren die Katzen relativ viel, um eben dieses überschüssige Haar los zu werden.

Neben diesen interessanten Fakten ist aber auch die Farbe des Fells nicht zu vergessen. Züchtungen weisen so gut wie alle Farben auf, jedoch meist ohne Weiß. Aber natürlich gibt es auch hier Abweichungen und es zeigen sich weiße Kennzeichnungen im Fell. Jede Farbe hat bei Katzenrassen einen besonderen Namen. So gibt es in diesem Fall zum Beispiel die Fellfarben Chocolate, Cinnamon und Fawn. Jedoch gibt es nur zwei spezielle Farbtypen, die Du nur bei der Norwegischen Waldkatze finden wirst: Amber und Lightamber.

verspielt und aufgeweckt

Die Norwegische Waldkatze ist im Grunde genommen sehr auf den Menschen bezogen und kommt mit diesen Genossen relativ gut klar. Leise Laute, welche wie Gurren klingen, werden dazu benutzt, um mit dem Menschen zu kommunizieren. Das Temperament dieser Tiere ist auch nicht außen vor zu lassen. Meist sind Norwegische Waldkatzen auch ihr ganzes Leben lang sehr verspielt und aufgeweckt. Aber auch das Schmusen und Kuscheln darf bei diesen Vierbeinern nicht zu kurz kommen.

Somit stellt die Norwegische Waldkatze eigentlich die ideale Katze als Haustier dar. Jedoch sollte immer genügend Zeit gegeben sein, um ausreichend mit dem Tier zu spielen und sich mit diesem zu beschäftigen.

In diesem Zusammenhang würde es sich außerdem anbieten, dass Du immer eine zweite Katze dazu nimmst. Eine Norwegische Waldkatze ist sehr gesellig und da wäre ein Spielpartner, ein Artgenosse schon von großem Vorteil.
Auf jeden Fall benötigt solch ein Vierbeiner einen sehr großen und stabilen Kratzbaum. Am besten ein Modell, welches bis zur Decke reicht und welches unzählige Möglichkeiten für das Kratzen, Klettern, Spielen und Verstecken bietet.

Das Fell direkt ist relativ pflegeleicht. So genügt es vollkommen, wenn das Fell einmal in der Woche gebürstet wird. Im Frühjahr hingegen, wenn die Katzen die Unterwolle verlieren, sollte das Kämmen tägliche Routine werden. Hierfür gibt es spezielle Kämme für Katzen, welche man in jedem gut sortiertem Fachhandel zu kaufen bekommt. Durch das Bürsten wird verhindert, dass sich Knoten im Fell bilden.

gerne draußen

Da die Norwegische Waldkatze ein Tier ist, welches von Haus aus immer in der freien Natur ist bzw. war, sollte dies auch für das Haustier gegeben sein. Freigang ist natürlich das Beste. Ansonsten würde es auch genügen, wenn die Katze die Terrasse, den Balkon aufsuchen kann. Man könnte jedoch auch ein spezielles Gehege für draußen bauen, in welchem sich die Norwegische Waldkatze austoben kann. Am besten wäre es natürlich für den Vierbeiner, wenn dieser das ganze Jahr über an die frische Luft darf und kann. Kann die Norwegische Waldkatze nämlich auch in den kalten Wintermonaten nach draußen, dann entwickelt sich eine ganz besonders dichte Unterwolle.

Und Du wirst sehr rasch merken, dass es diese Katzen besonders lieben, draußen zu sein. Interessant ist am Ende vielleicht auch noch kurz etwas zur Geschichte bzw. der Herkunft der Rasse. So hat sich diese Rasse selbst ergeben, gezüchtet wird diese erst seit gut 40 Jahren, damit das Aussterben vermieden wird. Da die Entstehung in Skandinavien liegt, hat sich die Norwegische Waldkatze den dortigen Wetterbedingungen bestens angepasst. Deswegen die besonders dichte Unterwolle, die Grannenhaare, der lange Schwanz, etc.

Oftmals lebten diese Tiere auch auf Bauernhöfen oder in Häusern und vernichteten dort die Mäuse. Aus diesem Grund war die Norwegische Waldkatze auch bei den Menschen sehr gerne gesehen. Mit der Zeit hat sich die Norwegische Waldkatze dann aber auch mit anderen Rassen gepaart, weswegen andere Rassen gezeugt wurden. Damit die typische Norwegische Waldkatze jedoch erhalten bleibt, entschied sich der Mensch dazu, diese Rasse auch zu züchten.