Die Eigenschaften einer Bengalkatze

bengalkatzeIst man auf der Suche nach einem Haustier, kann die Wahl schon einmal etwas schwierig werden. Gerade, wenn man auf der Suche nach einer Katze ist. Gibt es doch unzählige unterschiedliche Rassen auf der Welt. Jede Rasse hat ihre besonderen Merkmale, sowohl beim Aussehen, als auch beim Charakter. Da kann es schon mal schwierig werden, genau die richtige Katze für sich und sein Heim zu finden.

Aus diesem Grund hat sich eine Genetikerin vor gut 50 Jahren die sogenannte Bengalkatze geschaffen. Dadurch weißt Du schon einmal, dass die Bengalkatze keine natürliche Form ist, sondern eine gezüchtete Rasse. Aber auch heut zu tage wird die Bengalkatze noch weiter gezüchtet. Diese Genetikerin wollte unbedingt eine Katze besitzen, welche ihren großen Verwandten aus der Steppe ähnlich sieht. Deswegen zeichnet diese Bengalkatze auch das sogenannte Leopardenmuster aus.

Bekannt ist die Bengalkatze nicht nur unter diesem Namen, sondern auch unter Leopard Bengal oder Leopardette.

Diese Tiere sind sehr klein, weswegen auch das Gewicht relativ niedrig gehalten ist. In etwa wiegen eine ausgewachsene Katze gute 4 Kilogramm und ein ausgewachsener Kater in etwa 7 Kilogramm. Dies ist natürlich nur eine Richtlinie und kann sich von Tier zu Tier etwas unterscheiden. Jedoch sollte sich das Gewicht in diesem Rahmen abspielen.
Aufgrund der geringen Größe und des geringen Gewichts geht man eigentlich davon aus, dass die Bengalkatze sehr zierlich ist. Doch dem ist überhaupt nicht so. Die Bengalkatze ist zwar schlank, aber sehr muskulös und kräftig. Diese Tiere werden aufgrund des ersten Erscheinungsbildes meist verurteilt, bis man dann erst erkennt, wie stark diese Vierbeiner überhaupt sind.

das Aussehen

Die Beine – speziell die Hinterbeine – sind besonders lange und kräftig.

Aus diesem Grund fällt es den Bengalkatzen auch relativ leicht zu klettern und zu springen.

Der Kopf dieses Tieres ist hingegen sehr rund geformt. Davon sollte man sich aber auch wiederum nicht täuschen lassen. Der Kopf ist zwar rund, jedoch überhaupt nicht schwer und dick. Die Ohren befinden sich auf dem Kopf und liegen relativ weit auseinander. Hingegen sind diese Körperteile sehr klein und auch abgerundet. Besonders auffällig ist die Partie rund um das Auge. Hier zeichnet sich direkt auf dem Fell ein Lidstrich ab – so wie es Frauen von der Schminke her wissen. Aber auch der Schwanz zieht so seine Blicke auf sich. Dieser ist relativ kurz und hat eine abgerundete Spitze. Je nach Art der Bengalkatze zeigt sich direkt auf dem Schwanz dann ein etwas breiterer oder schmälerer Streifen.

Meist ist das Fell gepunktet oder gestromt, wie es der Experte nennt, und auch sehr kurz. Kurz bedeutet jedoch nicht gleich wenig. So verfügt die Bengalkatze sehr wohl über ein sehr dichtes Fell, lediglich die Haare sind etwas kürzer als bei anderen Katzenrassen. Auch überrascht das Fell, wenn man es erst einmal berührt hat. Es ist sehr weich und seidig. Auch bei der Bengalkatze gibt es wiederum spezielle Farbgebungen, welche eine besondere Bezeichnung haben. Doch bekannt sind natürlich wieder die gängigen Farben Schwarz, Grau und Braun.
Der Charakter eines Tieres ist natürlich auch nicht zu vergessen.

So sollte diese Persönlichkeit schon auch auf den Menschen abgestimmt sein. Es würde nichts bringen, wenn man selbst viel arbeitet, wenig Zeit hat und dann eine Katze nach Hause holt, welche viel Aufmerksamkeit benötigt.

Bengalen sind an und für sich sehr selbstständig. Jedoch sollte der Besitzer noch immer genügend Zeit für Aufmerksamkeit mitbringen.

Diese Zeit fordert die Bengalkatze nämlich auch ein. Außerdem fällt auf, dass dieser Vierbeiner sehr selbstbewusst und clever ist. Diese Katzen lernen sehr schnell und wissen dann auch, was sie tun müssen, um zu bekommen, was sie gerne möchten. Auf keinen Fall sollte diese Katzenrasse unterschätzt werden. Mit Lauten verständigen sich die Tiere und geben dem Menschen zu erkennen, ob ihnen gerade etwas gefällt oder eben auch nicht.

Beschäftigungen und Spielen

Klettern steht bei einer Bengalkatze ganz weit oben. Aus diesem Grund ist es auf jeden Fall notwendig, einen großen, hohen und stabilen Kratzbaum ins Haus zu stellen. Hier können sich die Tiere bestens austoben, klettern, springen, kratzen und sich im besten Fall auch verstecken.
Des Weiteren liebt diese Rasse das Wasser. Somit sollte unbedingt auch immer wieder etwas Wasser ins Spiel miteingebaut werden. Bengalen sind überhaupt nicht wasserscheu wie viele andere Artgenossen.

Spielen darf bei diesen Tieren auch nicht zu kurz kommen. So ist es nötig, dass genügend Spielzeug für den Vierbeiner vorhanden ist. Es sollte aber auch immer wieder etwas Abwechslung ins Spiel gebracht werden, Spielzeug ausgetauscht werden. So wird die Fantasie der Tiere angeregt, der Spieltrieb geht nicht verloren und sie powern sich auch noch dazu aus.
Grundsätzlich kann die Bengalkatze in einer Wohnung gehalten werden, doch sollte dann die Möglichkeit gegeben sein, dass der Vierbeiner auf den Balkon gehen kann. Ansonsten wäre es von Vorteil, wenn die Bengalkatze auch nach draußen kann. Entweder in einem Freigehege oder als Freiläufer.

Jedoch sollte die Katze in dieser Hinsicht nicht zu sehr eingeschränkt werden.
Aufgrund des Charakters versteht sich die Bengalkatze auch mit kleinen Kindern sehr gut. Zudem ist diese Rasse nicht sehr aufwendig zu pflegen. Ab und an sollte man die Katze bürsten, damit sich weniger Haarballen bilden. Den Rest übernimmt das Tier ganz alleine.

die Bengalkatze als Haustier

Interessant könnte dann auch noch etwas über die Geschichte dieses Tieres sein. Wie bereits zu Beginn des Artikels erwähnt, hat es sich eine Genetikerin als Ziel gesetzt, eine neue Rasse zu schaffen. Dafür hat sie sich für eine Kreuzung aus Hauskatze und asiatischer Wildkatze entschieden. Dadurch entstand dann auch in weiterer Folge das unvergleichliche Leopardenmuster. Durch das Zusammenleben mit anderen Hauskatzen sollten die neu gewonnenen Katzenkinder ihren wilden Charakter ablegen. Immerhin war es ja das Ziel der Genetikerin, dass die Bengalkatze als Haustier gehalten werden kann. Einige Jahre sind vergangen, immer wieder wurden neue Züchtungen probiert und probiert. Bis sich schließlich genau die Rasse zeigte, wie wir sie heute kennen und lieben.

Zudem gab es anfangs leider ein Problem. Die ersten Tiere, die durch die Züchtung entstanden sind, waren unfruchtbar. Dies bezog sich auf die männlichen Katzen. Erst mit der Zeit und weiteren Züchtungen konnte dieses Problem behoben werden. Und nun kannst Du eine Bengalkatze ohne Probleme von einem Züchter zu Dir nach Hause holen.